aus den Beelitzer Nachrichten, November 2006:
Ein neues Wahrzeichen für die Stadt Beelitz!
Wer auf der A2 von und in Richtung Potsdam durch Beelitz fährt, oder die Trebbinerstr. benutzt, sieht von weitem das neue Wahrzeichen der Stadt Beelitz. Eine Bockwindmühle!
Mit Hilfe des Fördervereins „Beelitzer Bockwindmühle“ e.V. wurde eine 217 Jahre alte Bockwindmühle, die unweit von dem jetzigen Standort gestanden hat, rekonstruiert und aufgebaut.
Nach 3 jähriger Vorarbeit wurde am 16.10.2003 der Förderverein gegründet. Damals mit 9 Mitgliedern, zählt der Verein heute 57 Mitglieder. Das Ziel des Vereins war und ist, die Mühle als technisches Denkmal der Nachwelt zu erhalten. Viele freiwillige ehrenamtliche Stunden wurden geleistet, bis im Oktober 2005 mit dem Abbau der alten, schon zum großen Teil verfallenen Mühle, begonnen wurde.
Schon am 07.04.2006 konnte der neue Grundstein gelegt werden, am 21.04.2006 war dann das Richtfest. Sicherlich gab es auch einige Pannen. Die Mühle sollte schon zu Pfingsten in Betrieb gehen. Aber es wäre auch zu schön gewesen, wenn alles auf Anhieb geklappt hätte. Eine Mühle zu bauen ist kein Hausbau, denn mancher Mühlenbauer baut vielleicht einmal in seinem Leben eine ganz neue Mühle nach altem Stil.
Aber alles ist möglich gewesen mit der großen Unterstützung der Fördermittelstelle des Landes Brandenburg in Brieselang, der vielen Sponsoren, und des Spargelhofes Schlunkendorf Fam. Hoffmann, des Spargelhofes Klaistow Buschmann und Winkelmann, der Stadt Beelitz und der vielen Bürger aus Beelitz, die mit ihrer Spende zum Erfolg beigetragen haben.
Nun aber heißt es, der Mühle Leben einzuhauchen. In den nächsten Tagen ist es soweit, dass hier Mehl gemahlen werden kann. Ein Backofen soll errichtet werden, in dem das Mehl zu Brot und Kuchen verbacken werden soll. Weiter ist ein Museum geplant, in dem alte historische Werkzeuge und Maschinen, die zum Betreiben einer Mühle nötig waren, ausgestellt werden.
Bis zum heutigen Tage hat der Müller Ullrich Hyna schon über 1000 Besucher durch die Mühle geführt, alle waren begeistert, was dort geschaffen wurde. Selbst ein altes Müllerehepaar, Fam. Marks aus Potsdam hatte den Wunsch, an seinem goldenen Hochzeitstag die Mühle zu besichtigen. Dieser Wunsch wurde in einem kleinen feierlichen Rahmen von uns erfüllt. Auch einige Schulklassen besichtigten im Rahmen ihres Wandertages die Mühle. Ein weiterer Höhepunkt wird am Samstag, den 14.10. sein, wenn die jährlich durch Beelitz fahrende Postkutsche die Mühle besuchen wird.
Bis Ende Oktober ist die Mühle am Samstag und Sonntag von 10 – 18 Uhr geöffnet, bis sie dann wieder ab 15.04.2007 täglich von 10 – 18 geöffnet ist, außer montags (Ruhetag).
Bis zu diesem Zeitpunkt ist auch geplant, dass der Spargelhof Schlunkendorf einen neuen Hofladen mit gastronomischer Einrichtung erstellt hat. Wir wünschen allen Beelitzer Bürgern und Gästen einen angenehmen Aufenthalt.



